Kolpingwerk Würzburg: Diözesanversammlung setzt Zeichen für Demokratie
Diözesanvorsitzender Achim Gütling eröffnete die Versammlung und begrüßte die Teilnehmenden. Für einen besonderen Auftakt sorgte Diözesanvorsitzende Dorothea Schömig: Als Bischof Korbinian verkleidet und begleitet von einem originalgroßen „Bären“ warb sie für die Landeswallfahrt nach Freising, die vom 3.-4. Oktober 2026 stattfinden wird.
Einen Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre bot der abwechslungsreiche Rechenschaftsbericht, der in Form einer Talkshow sowie eines interaktiven Quiz präsentiert wurde. Sowohl die Kolpingjugend als auch der Erwachsenenverband berichteten von zahlreichen Projekten und Aktivitäten. Geschäftsführer Stefan Bothe stellte zudem die wirtschaftliche Entwicklung des Verbandes und der Kolping-Stiftung-Würzburg vor. Zudem informierte er über die nun erfolgte Gründung der Stiftung Kolping-Bildungswerk Franken.
Im Studienteil setzten sich die Delegierten intensiv mit der Stärkung demokratischer Werte auseinander. Ein Impulsreferat von Manfred Ländner (ehem. MdL) führte in das Thema ein. In anschließenden Arbeitsgruppen wurden politische Positionen diskutiert und gesellschaftspolitische Projektideen entwickelt.
Jugendbildungsreferentin Sonja Bolch zeigte im Infoblock auf, wie die Kolpingsfamilien ihre bereits intensive Präventionsarbeit und die Entwicklung von Schutzkonzepten weiter voranbringen können und bot entsprechende Unterstützung an. Neben zahlreichen Veranstaltungen für das laufende Jahr, die unter www. kolpingwerk-mainfranken unter „Veranstaltungen“ einzusehen sind, wurde insbesondere auch für die Teilnahme am Katholikentag geworben. Am 15. Mai um 11 Uhr wird im Neumünster ein Kolping-Gottesdienst gefeiert, gefolgt von einem „Meet & Greet“ zur Begegnung am Kolpingplatz. Neben verschiedenen Podien wird Kolping Deutschland auch gemeinsam mit dem Diözesanverband auf der Kirchenmeile unter der Friedensbrücke präsent sein.
Die Landesvorsitzenden Dorothea Schömig und Erwin Fath kündigten an, dass zur Landesversammlung in Würzburg auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann erwartet wird. Die stellvertretende Bundesvorsitzende Michaela Brönner stellte eine neue, vereinfachte Mustersatzung für Kolpingsfamilien vor, die im Mai veröffentlicht werden soll. Sie berichtete außerdem von einer positiven Resonanz auf den Unvereinbarkeitsbeschluss der Bundesversammlung, wonach eine gleichzeitige Mitgliedschaft im Kolpingwerk und in der AfD nicht vereinbar ist. Ergänzend wurde hierzu zwischenzeitlich eine Orientierungshilfe veröffentlicht.
Bei den turnusmäßigen Wahlen konnten fünf Vorstandsämter mangels Kandidaturen nicht besetzt werden. Der amtierende Diözesanpräses Jens Johanni bleibt satzungsgemäß im Amt. Der Vorstand rief die Mitglieder dazu auf, aktiv geeignete Kandidatinnen und Kandidaten vorzuschlagen. Doro Schömig dankte zudem Lucia Lang-Rachor für die Unterstützung des Verbandes durch das Bistum Würzburg.
Ein gemeinsamer Gottesdienst in der Wallfahrtskirche zum Heiligen Kreuz, gestaltet von Diözesanpräses Jens Johanni und Agnes Franz von der Kolpingjugend, bildete den spirituellen Höhepunkt der Versammlung.
Für ihr besonderes Engagement wurden Jens Johanni sowie der stellvertretende Vorsitzende Burkhard Bergmann mit dem Ehrenzeichen des Diözesanverbandes ausgezeichnet. Die Ehrennadel erhielten Rita Bergmann-Kessler und Hans-Jürgen Kessler für ihre zuverlässige und umfassende Betreuung des Bungee-Trampolins. Prämiert wurde die Kolpingsfamilie Veitshöchheim für den größten prozentualen Mitgliederzuwachs im Jahr 2025, gefolgt von der Kolpingsfamilie Güntersleben. Beide Kolpingsfamilien konnten dies insbesondere durch ihre aktive Familienarbeit erreichen.
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