Zum Inhalt springen

Rückschritt auf Kosten von…

Die Bundesregierung hat in der Kabinettssitzung vom 03.09.2025 weitreichende Änderungen des deutschen Lieferkettengesetzes beschlossen. …

Rückschritt auf Kosten von Menschenrechten und Umwelt

Die Bundesregierung hat in der Kabinettssitzung vom 03.09.2025 weitreichende Änderungen des deutschen Lieferkettengesetzes beschlossen.

Die Berichtspflicht von Unternehmen über Menschenrechts- und Umweltrisiken soll entfallen, Sanktionsmöglichkeiten bei Gesetzesverstößen sollen stark eingeschränkt werden. Damit verliert das Gesetz entscheidende Hebel, um Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung entlang globaler Lieferketten wirksam zu verhindern. 

Die Initiative Lieferkettengesetz fordert den Bundestag auf, diesen Fehler zu korrigieren. Wer eine zukunftsfähige Wirtschaft will, die nicht auf Kosten von Menschen und Umwelt geht, darf die dafür mühsam erreichten Fortschritte nicht zurückdrehen. Statt politischem Aktionismus braucht es klare, verlässliche Regeln – für die Rechte von Beschäftigten entlang globaler Lieferketten ebenso wie für faire Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen.

KOLPING ist Teil der Initiative Lieferkettengesetz, einem breiten, zivilgesellschaftlichen Bündnis aus Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen.